Katholische Frauenbewegung lädt zum Teilen
mit benachteiligten Menschen ein
Wie viele Euro haben Sie in Ihrer Geldbörse?
Wie viele Tage könnten Sie von diesem Geldbetrag leben?
Statistisch gesehen hat weltweit jeder 5. Mensch pro Tag weniger als einen Euro zur Finanzierung des Lebensunterhaltes zur Verfügung. Real sind aber jene Menschen, die in den südlichen Ländern leben, weit mehr von Armut betroffen als die Bevölkerung im industrialisierten Norden. Auf der ganzen Welt sind jedoch vor allem Frauen arm. 70 Prozent von 1,3 Milliarden Menschen, die weniger als einen Euro pro Tag haben, sind Frauen.
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs lädt Sie auch heuer wieder zum Teilen mit diesen benachteiligten Menschen ein. Machen Sie mit bei der Aktion Familienfasttag! Leisten Sie in der Fastenzeit als Zeichen der Solidarität mit den Armen einen persönlichen Verzicht und unterstützen Sie mit dem dabei ersparten Geld Frauenförderungsprojekte in Asien und Lateinamerika.
Die Aktion Familienfasttag 2003 unterstützt Projekte im Ausmaß von zwei Millionen Euro, um Frauen Existenzsicherung, Eigenständigkeit und Menschenwürde zu ermöglichen. Diese seit 1958 alljährlich von der kfb organisierte Initiative fördert z.B. in Indien den Aufbau von Selbsthilfegruppen, in denen Frauen nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sondern auch befähigt werden, durch Erwerbstätigkeit Einkommen zu erlangen und damit die Lebenssituation der gesamten Familie nachhaltig zu verbessern. Die Frauen lernen aber auch, ihnen zustehende Rechte in Anspruch zu nehmen und öffentliche Mittel zur Hebung des Lebensstandards mobilisieren zu können.
Mit Ihrem Fasten können Sie Frauen Bildung und Einkommen erschließen, sodass diese selbst Wege aus der Armut finden und ihren Kindern eine bessere Zukunft sichern können. So wird Ihr Euro beim Teilen mit armen Menschen noch wertvoller. Er ermöglicht Überleben, hilft Abhängigkeit und Ausgrenzung zu überwinden.
Ihre Bereitschaft zum Teilen stärkt Frauen im Kampf gegen die Armut!
Beteiligen Sie sich bitte an dieser Aktion in Ihrer Pfarre oder überweisen Sie direkt auf
PSK 1,250.000
Erlagscheine liegen in allen Postämtern auf, oder benutzen Sie "www.meinespende.at".
ÜBER DEN WERT DES GELDES
Meditativen Betrachtung des Plakates
für die Aktion Familienfasttag 2003
von Doris Gabriel, frauenspezifische geistliche Begleiterin
Zwei Mal sind auf dem Plakat 25 Euro-Münzen zu sehen.
Einmal sorgsam zusammengehalten in einer Rolle: gut zum Festhalten, zum Verwahren, einfach hier den Überblick zu behalten. Und: es kostet Überwindung sie zu öffnen. Sie ist unscheinbar, schmeckt nicht, riecht nicht, ist nicht schön, nicht interessant.
Das andere Mal sind es eine Hand voll Münzen. Plötzlich scheinen es mehr geworden zu sein, plötzlich haben sie Glanz, verlocken zum Spielen. Bei so vielen würde es auch nicht so ins Gewicht fallen, 2 oder 3 davon herzugeben.
Beide Male sind es 25 Euro-Münzen und wecken doch andere Gefühle - aber sie sind immer noch ganz einfach Münzen. Ihren Wert, ihren Sinn erlebe ich erst wenn ich sie weggebe. Wie paradox: da lernen wir, wie wichtig es ist Geld zu haben, zu besitzen, festzuhalten und doch: eigentlich wird es erst wirklich zu Geld, wenn ich es weggebe, wenn ich es eintausche, es verleihe, es verschenke. Könnte ich nichts anderes damit tun als es zu sammeln, zu horten, es bliebe buntes Papier und geprägte Metallscheiben.
Geld wird erst zum Vermögen, wenn es etwas vermag, etwas ermöglicht.
Ob wir reich oder arm sind, darüber entscheiden letztlich nicht unsere Bankkonten oder Aktien, sondern das, was aus unserem Geld geworden ist. In was hat sich unser Geld verwandelt? Ist Leben daraus geworden, Entwicklung und Entfaltung bei mir selbst und bei anderen? Hat Geld uns mit Menschen verbunden oder von ihnen getrennt? Ist all mein Geld bei mir geblieben oder hat es sich über die Welt verteilt und sie mitgestaltet?
Es liegt im Wesen des Geldes, dass es weitergegeben werden muss es könnte sein, dass vor allem die reich sind, die es sich leisten zu teilen.
ARMSEIN IST KEIN SCHICKSAL. ARMUT WIRD GEMACHT
Entwicklungspolitische Bildungskampagne der Katholischen Frauenbewegung Österreichs über Ursachen der Armut und Wege zur Existenzsicherung Aktion Familienfasttag der kfbö liefert Theorie und Praxis erfolgreicher Armutsbekämpfung
In den letzten 30 Jahren hat sich weltweit der Reichtum verdreifacht. Dennoch lebt jeder fünfte Menschen auf der Erde in absoluter Armut. Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) will mit einer entwicklungspolitischen Bildungskampagne die Ursachen für diese Vertiefung der Kluft zwischen Arm und Reich aufzeigen und Wege aus der Armut präsentieren. Unter dem Motto "Armsein ist kein Schicksal. Armut wird gemacht." bietet die kfbö kostenlos für jede Altersgruppe entsprechende Bildungsunterlagen an. Speziell geschulte Referentinnen stehen für Informationsveranstaltungen in Pfarren und Gemeinden zur Verfügung. Sie können über die diözesanen kfb-Büros sowie unter office@kfb.at angefordert werden.
Diese entwicklungspolitische Bildungskampagne ist der Auftakt zur diesjährigen Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. (Beiträge zum Downloaden -weiter)
SUPPE ESSEN SCHNITZEL ZAHLEN
Benefizveranstaltungen mit 4 -Haubenköchin Johanna Maier und andere SpitzenköchInnen - Erstmals Fastensuppenessen beim "Stanglwirt" in Going
Fastensuppenessen prägen seit 45 Jahren die Aktion Familienfasttag und sind Impuls für erfolgreiche Entwicklungsförderung. Ursprünglich diente diese Initiative vor allem zur Bekämpfung des Hungers in der Welt. Die österreichische Bevölkerung wurde gebeten, auf ein üppiges Mahl zu verzichten und den dadurch ersparten Betrag als symbolischen Akt des Teilens für Frauenförderungsprojekte in Asien und Lateinamerika zur Verfügung zu stellen.
So entstanden in den Pfarren die "Fastensuppenessen". Die kfb-Frauen bieten nach dem Sonntagsgottesdienst gegen eine Spende für die Aktion Familienfasttag Suppen und einfache Eintopfgerichte an.
In jüngster Zeit werden diese Essen unter dem Motto "Suppe essen Schnitzel zahlen" mit Unterstützung von österreichischen Spitzenköchen und -köchinnen verstärkt im öffentlichen Raum organisiert. So verteilt die weltweit einzige 4-Haubenköchin Johanna Maier am Freitag, 14.März zu Mittag auf dem Alten Markt in Salzburg an Prominente und Passanten eine köstliche Fastensuppe aus ihrem Kochtopf. Prof. Franz Zodl, Direktor der Gastgewerbeschulen der Wiener Gastwirte, gestaltet für VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft am Mittwoch, 12.Märt im Alten Rathaus in Wien ein schlichtes Buffet. Erstmals beteiligt sich heuer auch der traditionsreiche Gasthof "Stanglwirt" in Going am Wilden Kaiser an der Aktion Familienfasttag. Gemeinsam mit der kfb laden Magdalena und Balthasar Hauser am Sonntag, 23.März zum Foafelsuppenessen ein.
SUPPE ESSEN - SCHNITZEL ZAHLEN
Katholische Frauenbewegung Österreichs lud VertreterInnen aus Politik, Kirche und Gesellschaft zum Benefizsuppenessen für benachteiligte Frauen in der „Dritten Welt"
Unter dem Motto „Suppe essen -Schnitzel zahlen" nahmen am Mittwochabend, 12. März 2003 im Alten Rathaus in Wien rund 150 VertreterInnen aus Politik, Kirche und Gesellschaft an einem Benefizsuppenessen für die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung Österreichs teil. Kardinal Dr. Franz König, First Lady Dr. Margot Klestil- Löffler, Frauenministerin Maria Rauch-Kallat, Staatssekretärin Ursula Haubner, Volksanwältin Rosemarie Bauer und Landwirtschaftsminister a.D. Mag. Wilhelm Molterer genossen köstliche Fastensuppen und bekräftigten ihre Unterstützung für diese traditionsreiche Solidaritätsaktion zugunsten von Frauenförderungsprojekten in Asien und Lateinamerika. An dem von SchülerInnen der Gastgewerbefachschulen der Wiener Gastwirte unter Leitung von Direktor Hofrat Prof. Franz Zodl gestalteten internationalen Suppenbuffet und heurigen Kartoffeln mit Butter oder Kräutertopfen erfreuten sich auch Frauenbischof Maximilian Aichern aus Linz, der Abt des Stiftes Heiligenkreuz, Dkfm. Gregor Henckel- Donnersmark, Caritaspräsident Franz Küberl, der Wiener Caritasdirektor Mag. Michael Landau. Msgr. Helmut Schüller sowie zahlreiche RepräsentantInnen der österreichischen Entwicklungsförderung.
Kardinal König:
Aktion Familienfasttag bringt segensreiche Frucht in der Welt
Kardinal Dr. Franz König hob in einer Ansprache beim Suppenessen die fruchtbringende Entwicklung und das segensreichen Wirken der Aktion Familienfasttag hervor. Seit dem Start der Aktion Familienfasttag im Jahr 1958 begleitet der ehemalige Wiener Erzbischof mit großem Interesse diese älteste entwicklungspolitische Initiative in Österreich. Die Idee, in der Fastenzeit als Zeichen der Solidarität mit benachteiligten Menschen einen persönlichen Verzicht zu leisten und das dabei ersparte Geld für Frauenförderungsprojekte in Asien und Lateinamerika zu spenden, hat ihn stets beeindruckt. Denn die Aktion Familienfasttag ist in einer Zeit, in der die Menschen nur mehr an sich selbst denken, eine Gelegenheit, vom Nebeneinander zum Miteinander zu kommen, betonte der Kardinal. Er würdigte die partnerschaftliche Weise, in der die Katholische Frauenbewegung Österreichs ihre ProjektpartnerInnen ernst nimmt, sie auf gleiche Ebene stellt und ihnen nie das Gefühl gibt, Almosen zu empfangen.
Frauenministerin Maria Rauch-Kallat unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung von Frauenförderung in aller Welt und hob die Notwendigkeit solidarischen Handels hervor. Sie zeigte sich beeindruckt von den Projekten, die Frauen Bildung, Eigenständigkeit und politische Partizipation ermöglichen.
Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs charakterisierte die Aktion Familienfasttag als eine Initiative, die Augen, Herz und Geldbörsen öffnen will. Durch die entwicklungspolitische Bildungsarbeit informiert die kfbö über die Not in der Welt, deckt die Wurzeln von Armut und Ungerechtigkeit auf. Sie motiviert zur Anteilnahme am Schicksal benachteiligter Menschen, zeigt konkrete kleine Schritte zur Verbesserung der Lebenssituation auf und bittet um Geld. Denn Münzen, die heuer das Plakatsujet der Aktion Familienfasttag prägen, sind notwendig um den Menschen neue Chancen zu eröffnen.
Direktor Johann Toth ermunterte als Vertreter der Bank Austria Creditanstalt und Hauptsponsor dieser Veranstaltung die Katholische Frauenbewegung zum wirtschaftlichen Denken, zur Sprache des Marketings, denn nur wenn Gewinne und Überschüsse erzielt werden, könnten Projekte der Entwicklungszusammenarbeit gefördert werden.
Das Benefizsuppenessen in Wien erbrachte rund 2500 Euro. Heuer sollen im Rahmen der Aktion Familienfasttag mit den Solidaritätsbeiträgen der Bevölkerung Bildungsangebote, Kleinkreditprogramme und einkommensschaffende Aktivitäten im Ausmaß von zwei Millionen Euro finanziert werden, die Frauen und deren Familien einen Weg aus Armut und Abhängigkeit erschließen. Am kommenden Sonntag, 16.März, wird in vielen österreichischen Pfarren bei den Gottesdiensten für diese Initiative gesammelt. Die Mitglieder der kfb veranstalten auch in ihren Gemeinden Fastensuppenessen. Solidaritätsbeiträge zur Unterstützung der Aktion Familienfasttag können auch direkt auf das Konto PSK 1,250.000 eingezahlt werden. Erlagscheine liegen in allen Postämtern auf. Über das Internet gibt es die Möglichkeit per www.meinespende.at zu überwiesen.