Saturday 4. February 2012

Gewalt gegen Frauen international bekämpfen

(4. März 2010)
Katholische Frauenbewegung fordert zum internationalen Frauentag von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit mehr Projekte zur Gewaltbekämpfung – Pressegespräch mit OFP-Mitarbeiterin Marly Mier Rinaldy in Wien

Das Problem der Gewalt gegen Frauen sollte in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit mehr beachtet werden. Dafür tritt die Katholische Frauenbewegung Österreichs ein. Anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März 2010 fordert die kfbö die Verantwortlichen der österreichischen Entwicklungspolitik auf, mehr Projekte zur Beseitigung der Gewalt an Frauen zu unterstützen. „Der Aufbau von Hilfseinrichtungen aber auch die Finanzierung von bewusstseinsbildenden Kampagnen in den armen Ländern des Südens ist dringend notwendig“, betonte Melitta Toth, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung in der Erzdiözese Wien und in der kfbö-Geschäftsführung für die Aktion Familienfasttag zuständig, bei einem Pressegespräch am 4. März 2010 in Wien.

 

„Gewalt gegen Frauen ist ein globales Problem. Weltweit sterben mehr Frauen an den Folgen von Misshandlungen als an Krebs. Deshalb unterstützt die Katholische Frauenbewegung Österreichs auch mit Mitteln aus ihrer Aktion Familienfasttag Projektpartnerinnen in Asien und Lateinamerika bei deren Kampf gegen Gewalt. Dabei geht es einerseits hauptsächlich um die Bekämpfung von häuslicher Gewalt, andererseits aber auch, wie z.B. in Kolumbien, um den gewaltfreien Widerstand gegen Krieg oder bewaffnete Auseinandersetzungen“, berichtete Melitta Toth.
 

Hilfe aus Österreich für Friedensaktivistinnen
Über das Engagement der OFP (Organización Femenina Popular) berichtete beim Pressegespräch die OFP-Friedensaktivistin Marly Mier Rinaldy. Anhand von konkreten Fällen zeigte sie das Schicksal der durch den Bürgerkrieg von ihrem Land vertriebenen Binnenflüchtlinge auf. Sie schilderte, wie Frauen und deren Familien zwischen die Fronten von Paramilitärs und Guerilla geraten, verdächtigt, verfolgt, bedroht und auch ermordet werden. Der gewaltlose Kampf der OFP für Frieden und die Durchsetzung der Menschen- und Frauenrechte in Kolumbien werde trotz massiver Einschüchterungsversuche auch dank der Hilfe aus Österreich fortgesetzt. Gemeinsam mit rund 300 anderen Organisationen rief die OFP die „Soziale Bewegung von Frauen gegen den Krieg“ aus. Die Arbeit von OFP wird seit mehr als 20 Jahren mit Mitteln aus der Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung Österreichs unterstützt.

Marly Mier Rinaldy kämpft gegen Gewalt.

 

Marly Mier Rinaldy übte bei dem Pressegespräch auch Kritik an der derzeitigen Regierung, die abgelöst werden sollte. Kolumbien brauche eine Regierung, „ die das Wohl des Volkes und nicht nur einiger Familien“ anstrebe. Es müssten Arbeitsplätze geschaffen und nicht so viel in Waffen investiert werden. Außerdem sollte der Dialog mit den Gemeinden gesucht werden, meinte die OFP-Mitarbeiterin.

Rückfragen bitte an:

 

Dr.in Mag.a Katharina Wegan

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Spendenservice

 

Katholische Frauenbewegung Österreichs
Referat für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag
Spiegelgasse 3/II
1010 Wien
Tel: +43 1 51 552-3110

E-Mail: katharina.wegan[a]kfb.at

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