Indien: Frauen setzen Recht auf sauberes Wasser durch
Die Aktion Familienfasttag finanziert Informationsveranstaltungen von REMEDE für Frauen über Gesundheitsvorsorge und Hygienemaßnahmen, Ernährung, Wasserqualität oder Landwirtschaft. Die Frauen, meist Angehörige indigener Volksgruppen und Kastenlose, lernen wie sie selbst die Brunnenanlagen betreiben, die Qualität des Wassers prüfen und den Grundwasserspiegel kontrollieren können. Sie werden aber auch über alternative, pestizidfreie Anbaumethoden oder über die Schaffung von Küchengärten informiert. So werden ökologische und soziale Anliegen erfolgreich miteinander verbunden.
Durch die Auswirkungen des Klimawandels und durch Naturkatastrophen geraten immer mehr Menschen im indischen Bundesstaat Andrah Pradesh zunehmend in Not, berichtete der indische Experte für Wasserfragen. Es gibt immer häufiger lange Dürrezeiten und darauf folgenden sintflutartigen Überschwemmungen. Dies bewirkt eine ständige Abnahme der landwirtschaftlich genutzten bzw. nutzbaren Fläche, was zu einer ernsten Bedrohung der Existenzgrundlage der TagelöhnerInnen führt. Vor allem unter der indigenen Bevölkerung ist eine hohe Arbeitsmigration zu verzeichnen.
Viele Männer sehen sich gezwungen, anderswo Arbeit zu suchen. Die Frauen und Kinder bleiben in den Dörfern zurück, wo sie mit Armut, schlechter Wasserqualität und dadurch bedingten Krankheiten zu kämpfen haben. Das Wasser werde vor allem durch die zunehmende Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft verseucht. Der Grundwasserspiegel sinkt auch durch den drastischen, entgegen den geltenden gesetzlichen Regelungen praktizierten Abbau von Sand aus den Flussbetten, stellte REMEDE-Direktor Gowrisankar fest.
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