Tuesday 20. August 2019

Solidarität mit Frauen in Entwicklungsländern

08.03.2007
Bekenntnis der Bundesregierung zur Frauenförderung in der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit darf kein Lippenbekenntnis bleiben ­ Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert mehr Mittel für Anwaltschaft, Lobbying und entwicklungspolitische Bewusstseinsbildung
Zur Solidarität mit benachteiligten und oft notleidenden Frauen in Entwicklungsländer ruft die Katholische Frauenbewegung Österreichs am Internationalen Frauentag, 8. März 2007 auf. Neben dem Ausbau von Frauenförderungsprojekten in der Entwicklungszusammenarbeit müssten vor allem Anwaltschaft und Lobbying für die Benachteiligten forciert werden. Dies erfordere mehr öffentliche Mittel für die Organisation von Kampagnen sowie für entwicklungspolitische Bildungs-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit der nichtstaatlichen Organisationen (NGO¹s)  in Österreich.
"Das Bekenntnis der österreichischen Bundesregierung zur Frauenförderung auch auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit und zur Stärkung der Zivilgesellschaft darf kein Lippenbekenntis bleiben", betont kfbö-Vorsitzende Margit Hauft. "Die Realisierung dieses Vorhabens kann nur in enger Kooperation mit diesen geschehen, denn sie haben langjährige Erfahrung und die nötigen Basiskontakte. Deshalb fordern wir eine verstärkte Einbeziehung der NGOŒS in die staatliche Entwicklungszusammenarbeit." Die Katholische Frauenbewegung hat sich bereits vor Jahrzehnten als erste Organisation in Österreich mit ihrer Aktion Familienfasttag auf frauenspezifische Entwicklungszusammenarbeit spezialisiert. Alljährlich führt sie auch eine entwicklungspolitische Bildungskampagne durch, um das Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu schärfen und weltweite Solidarität zu fördern.

Symposium über frauengerechte Entwicklungspolitik
Anlässlich der derzeit laufenden 50. Aktion Familienfasttag hatte die kfbö zum Symposium "Von der Entwicklungshilfe zum Empowerment - Zukunftsstrategien einer frauengerechten Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit" ins Kardinal König Haus in Wien eingeladen. Die 120 TeilnehmerInnen ­ ExpertInnen der Entwicklungszusammenarbeit aus dem In- und Ausland sowie ProjektpartnerInnen der kfbö - waren sich einig, dass Spendensammeln zur Finanzierung von Frauenförderungsprojekten nicht genügt. Ebenso wichtig seien die Anwaltschaft für die Projektpartnerinnen, Bewusstseinsbildung, Informationsarbeit sowie der Aufbau und die Stärkung von Netzwerken.

Macht an Frauen abgeben
Die mit dem alternativen Nobelpreis 2006 ausgezeichnete Inderin Dr.in Ruth Manorama, forderte bei dem Symposium mehr Macht für Frauen. Empowerment, die Ermächtigung der Frauen zu Eigenständigkeit, könne nicht allein durch finanzielle Mittel erzielt werden. Es erfordere vor allem das Abgeben von Macht an die Benachteiligten. Die engagierte Kämpferin für die Rechte der kastenlosen Dalits in Indien plädierte für den Aufbau eines Netzwerkes in Österreich zur Unterstützung dieser nach wie vor diskriminierten und ausgebeuteten Gesellschaftsgruppe.
Die deutsche Soziologin und Expertin der Entwicklungszusammenarbeit, Dr.in Christa Wichterich, unterstrich, dass Empowerment kein Ziel sondern ein Prozess sei.

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

Pressephotos der Vorsitzenden

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