Thursday 18. July 2019
DBFSDI

Aus dem Käfig des Analphabetismus ausgebrochen

Don Bosco-Stiftung: Für ökonomische und finanzielle Gerechtigkeit

 

Mehr als 70 Jahre alt musste Minangkal Usman-Abid werden, um Herrin über ihre Finanzen zu sein: seit sie lesen und rechnen kann, kann die Philippinin Preise und Kontodaten entziffern und beurteilen, eigenständig Entscheidungen über Konsum-Ausgaben treffen, ihr Haushaltsbudget selbstverantwortet gestalten und verwalten. „Endlich bin ich aus dem Käfig des Analphabetismus ausgebrochen“, so Minangkal, die im Rahmen des Projekts der „Don Bosco – Stiftung für nachhaltige Entwicklung“ lesen, schreiben und rechnen gelernt hat.

Fotos zum Projekt stehen hier zum Downloaden bereit

 

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Minangkai Usman-Abid konnte sich dank der umfassenden Untersützung der Don Bosco-Stiftung und der großzügigen Hilfe aus Österreich aus dem Käfig des Analphabetismus befreien und kann seither selbstverantwortlich und frei über das Haushalts-Budget verfügen. © DBFSDI

 

"Gleichbereichtigung beginnt auf der Ebene des Haushalts", erkärt Maria Helefnita Ruizo Gomela, Geschäftsführerin der Don Bosco-Stiftung. "Eine faire Verteilung von Ressourcen, Aufgaben und Verantwortung zwischen Männern und Frauen beginnt in der Familie und ist die Grundlage für ein faires Wirtschaften und Budgetieren auf allen Ebenen der Gesellschaft."
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Die Don Bosco-Stiftung bezieht in ihrer Arbeit sowohl Männer als auch Frauen ein. Wichtig ist es, den Männern zu erklären, wie eingesperrt sich Frauen fühlen, die weder lesen noch schreiben können. Um es ihnen anschaulich zu machen, werden die Frauen aufgefordert, ihre Männer in Klopapier einzuwickeln. Diese Übung hilft den Männern die Situation der Frauen zu verstehen und den Wert von Gleichbereichtigung zu erkennen. Hier machen kfb-Frauen diese Übung im Rahmen eines Workshops zur Arbeit ihrer philippinischen kfb-Partnerorganisation. © Daniela Klocker / kfbö

  Norhana Abid-Ayob konnte aufgrund des bewaffneten Bangsa Moro-Konflikts in den 1980ern und 1990ern auf der philippinischen Insel Mindanao keine Schule besuchen. Sie war ständig auf der Flucht vor Kampfhandlungen. Erst als breits 7-fache Mutter und im Alter von rund 30 Jahren lernte sie dank der Alphabetisierungskurse, welche die Don Bosco-Stiftung anbietet, lesen, schreiben und rechnen. Seither verwaltet sie nicht nur das Haushaltsbudget, sondern führt auch einen Sari-Sari-Store, eine kleine Gemischtwarenhandlung. © DBFSDI
Norma Puntungan hat am Alphabetisierungsprogramm der Don Bosco-Stiftung teilgenommen. Da hat sie nicht nur lesen, schreiben und rechnen gelernt, sondern auch mit dem Maßband umzugehen. Seither näht sie auf ihrer Nähmaschine und verdient ein eigenes Einkommen. Es war ein wichtiger Schritt, sich aus der ärgsten Not zu befreien. Außerdem genießt Norma Puntungan es, ihren Enkelkindern nun vorlesen zu können. © DBFSDI
Die Frauen in den Alphabetisierungskursen der Don Bosco-Stiftung lernen lesen, schreiben und rechnen. Das ist gerade für muslimische Frauen auf der Insel Mindanao keine Selbstverständlichkeit. Bis vor
Kurzem machten ihnen Buchstaben auf Straßenschildern und Zahlen an Marktständen Angst. Wer aber ein Maßband versteht, kann schneidern. Wer weiß, wie man eine Waage bedient, kann das Gemüse zum richtigen Preis kaufen und verkaufen. Und wer ein Einkommen erwirtschaftet, kann sich selber aus der ärgsten Not befreien. © Katharina Wegan/kfbö
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