Fastensuppe stillt Hunger nach Gerechtigkeit
Mehr als 200 VertreterInnen aus Politik, Kirche, Gesellschaft und Entwicklungszusammenarbeit kamen zum traditionsreichen Benefiz-Suppenessen für die Aktion Familienfasttag am Mittwochabend, 4.März 2009 ins Wiener Palais Epstein.
Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer konnte als Hausherrin des Ringstraßenpalais Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und dessen Frau Margit Fischer, Justizministerin Mag.a Claudia Bandion-Ortner sowie Staatssekretärin Christine Marek begrüßen.
2.900.- Euro wurden für die von SchülerInnen der Wiener Gastgewerbeschule am Judenplatz unter Leitung von Fachoberlehrer Harald Fargel zubereiteten Suppen und einfachen Gerichte, wie eingemachte Bohnen und Heringsalat, gespendet. Die Aktion Familienfasttag, 1958 zur Bekämpfung des Hungers in der Welt von der Katholischen Frauenbewegung gegründet, stillt nun mit ihren Projekten im Ausmaß von jährlich rund zwei Millionen Euro den Hunger nach Gerechtigkeit, in dem sie Frauen Wege zu Bildung, Gesundheitsvorsorge, Einkommen, Rechten und Eigenständigkeit erschließt. | In den Prunkräumen des Palais Epstein herrschte reger Andrang zu den Suppentöpfen. |
Entwicklungszusammenarbeit darf nicht zum Hobby verkommen
„Bei dieser in Österreich ältesten entwicklungspolitischen Aktion für Frauen geht es weder um ein kurzatmiges Almosenverteilen noch um ein gönnerhaftes Beteilen im Gießkannenprinzip sondern viel mehr um ein partnerschaftliches Teilen auf Augenhöhe, das letztlich alle Beteiligten stärkt", betonte Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Sie forderte die Gäste auf, ihre oft einflussreichen Positionen für anwaltschaftliches Engagement zugunsten der benachteiligten Menschen in der Welt zu nutzen und globale Partnerschaft zu praktizieren. Denn Entwicklungszusammenarbeit dürfe nicht „zum mehr oder minder aufwändigen Hobby einiger Gutmenschen verkommen" unterstrich Hauft. „Mit der Spendenabsetzbarkeit auch im entwicklungspolitischen Bereich ist zwar ein wichtiger Schritt getan, er darf aber nicht dazu dienen, die Hauptverantwortung für die EZA spendenfreudigen Bürgerinnen und Bürgern zu überantworten." Die kfbö-Vorsitzende hob hervor, „dass es die Aufgabe der gewählten Volksvertretung ist, alle möglichen Anstrengungen zu unternehmen, um das Millenniumsziel von 0,7% für die Länder des Südens bis 2015 zu erreichen".
Margit Fischer, seit vielen Jahren Unterstützerin der Aktion Familienfasttag, würdigte das entwicklungspolitische Engagement der kfbö. | Dank und Anerkennung für kfbö-Engagement
Lorcher Ring für Hofrat Franz Zodl |
Der Ring mit dem antiken Christuszeichen ist die Nachbildung eines Fingerringes, der im Grab einer um 380 n. Chr. verstorbenen jungen Frau am Hang des Eichberges bei Enns gefunden wurde. Er ist eines der ersten Zeugnisse des Christentums in Österreich.
Mag.a Gabriele Neuwirth, Präsidentin des Verbandes katholischer Publizistinnen und Publizisten, führt als Moderatorin durch den Abend. Das Trio Fiesta sorge für stimmungsvolle Karibikklänge.
Die kfb bedankt sich herzlich bei den UnterstützerInnen
des Benefizsuppenessens 2009:








