Aktion Familienfasttag verliert außergewöhnlichen Förderer
Katholische Frauenbewegung Österreichs trauert um Hofrat Prof. Franz Zodl
Mit dem Tod von Hofrat Prof. Franz Zodl, der am Samstag, 18. September, völlig unerwartet im 67.Lebensjahr während eines Bühnenauftritts in Wien verstarb, verliert die Katholische Frauenbewegung Österreichs einen langjährigen, kreativen und tatkräftigen Unterstützer ihrer Aktion Familienfasttag. „Die Katholische Frauenbewegung trauert um einen außergewöhnlichen Förderer, der mit großem Engagement, mit kulinarischer Kreativität und steter Tatkraft die Benefiz-Suppenessen für die Aktion Familienfasttag mitinitiiert hat. Seine Idee wird über den Tod hinaus weiter bestehen und hoffentlich noch vielen benachteiligten Frauen in den armen Ländern des Südens Mittel zur Selbsthilfe erschließen. Wir glauben daran, dass Gott ihm all seine Verdienste um Menschen in Not vergelten wird und werden stets seiner dankbar gedenken", erklärt die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft.
Hofrat Prof. Franz Zodl entwickelte1998 als Direktor der Wiener Gastgewerbefachschule am Judenplatz und beliebter Fernsehkoch gemeinsam mit der kfbö die Benefiz-Suppenessen zugunsten von Frauenförderungsprojekten in Asien und Lateinamerika. Er griff dabei die Tradition der Fastensuppenessen, die alljährlich in den Pfarren von kfb-Frauen im Rahmen der Aktion Familienfasttag organisiert werden, auf und gestaltete daraus Benefiz-Veranstaltungen, die in der vorösterlichen Fastenzeit zum Fixpunkt für viele VertreterInnen aus Politik, Kirche, Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft wurden. An seinem Fastensuppentopf trafen sich die Repräsentanten aller Parlamentsparteien um gemeinsam Solidarität mit benachteiligten Frauen zu demonstrieren. 2010 lud Bundespräsident Dr. Heinz Fischer gemeinsam mir der kfbö zu dieser Veranstaltung in seine Amtsräume in der Wiener Hofburg ein.
Für seine Verdienste um die Aktion Familienfasttag wurde Hofrat Prof. Zodl von der kfbö der Lorcher Christusring in Gold verliehen. Der Ring mit dem antiken Christuszeichen ist die Nachbildung eines Fingerringes, der im Grab einer um 380 n. Chr. verstorbenen jungen Frau am Hang des Eichberges bei Enns gefunden wurde. Er ist eines der ersten Zeugnisse des Christentums in Österreich. Die Überreichung fand 2009 beim letzten von Zodl gestalteten Benefiz-Suppenessen im Palais Epstein in Wien statt, zu dem Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer eingeladen hatte. Aber auch in der Pension blieb er bis zu seinem Tod der Aktion Familienfasttag verbunden.





