Saturday 25. May 2013

Projekt in Indien

 

Ein besseres Leben für Sulata


Die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung finanziert Bildungsprogramme und Gesundheitsvorsorge für Mütter und Kinder in Indien

 

Sulata Dardar wurde mit 15 Jahren verheiratet. Das ist in ihrem Dorf in der Region Sundarban in der indischen Provinz West Bengalen nichts Außergewöhnliches. Denn je jünger eine Frau bei der Heirat ist, desto geringer sind die Mitgiftsforderungen der Familie. Deshalb werden sehr oft noch Minderjährige verheiratet. Auch im Falle Sulatas war die Armut der Grund für die frühe Heirat. Sie zählt zu den Dalits, wie die noch immer diskriminierten Kastenlosen genannt werden. Ihr Vater war deshalb froh, einen Mann gefunden zu haben, der sich mit einer geringen Mitgift begnügte. In der Familie ihres Gatten wurde sie aber nicht voll Freude aufgenommen. Sie musste sich unterordnen und tatkräftig im Haus und auf dem Feld arbeiten.

 

Bildung überwindet Ausbeutung

 

Schwere Überschwemmungen und Stürme suchten Sulatas Heimat im Gangesdelta heim, zerstörten viele Unterkünfte und lösten Seuchen aus. Das Sundarban Social Development Centre (SSDC), eine Organisation zur Verbesserung der sozialen und gesundheitlichen Situation, kam ins Dorf und gründete eine Frauengruppe. Denn diese aus Mitteln der Aktion Familienfasttag unterstützte nichtstaatliche Organisation will durch Bildungsprogramme und Gesundheitsvorsorge Frauen Kompetenzen vermitteln, die diesen einen Ausweg aus einer Situation der sozialen und ökonomischen Ausbeutung bieten.
Sulata wurde eingeladen, Mitglied zu werden, um in Hygienemaßnahmen und Gesundheitsvorsorge geschult zu werden. Ihre Familie erlaubte dies jedoch nicht. Sulata gab aber nicht auf, sie versuchte, mit der Frauengruppe in Kontakt zu bleiben.

Nach der Geburt ihres ersten Kindes wollte sie dieses, so wie sie es von SSDC gehört hatte, zur Impfung bringen. Das wurde ihr aber wieder von der Familie  infolge von Vorurteilen und falschen Vorstellungen untersagt. Auch ein Informationsvideo über die Impfung konnte sie nicht umstimmen. Sulata setzte sich jedoch über den Willen ihrer Familie hinweg und ließ ihr Kind impfen. Als sich keine negativen Folgen entdecken ließen, beruhigte sich die Stimmung und die Familie öffnete sich gegenüber der SSDC-Initiative und den Wünschen Sulatas.

 

Kampf um sauberes Wasser

 

Die junge Mutter wurde Mitglied in der Frauengruppe, nahm an Kursen über Hygienemaßnahmen teil und setzte sich mit den Ursachen für das verschmutzte Trinkwasser im Dorf auseinander. Gemeinsam mit anderen Frauen forderte sie  daraufhin den Bau von neuen Brunnen und pochte gegenüber den Politikern auf ihr Recht auf sauberes Wasser.
Sulata leitet nun als 19Jährige das Treffen der jungen Mütter und setzt sich stark für die Gesundheitsvorsorge bei Kindern ein.
30 Euro finanzieren eine Informationsveranstaltung über gesundes Trinkwasser und Hygiene in einem indischen Dorf.

 

Mit Ihrer Spende für die Aktion Familienfasttag 2008 fördern sie Bildungsprogramme und Gesundheitsvorsorge für Mütter und Kinder in Indien, damit sie ihr Recht auf sicheres Trinkwasser einfordern können.

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Sulata Dardar will ihrem Kind ein besseres Leben ermöglichen.
Foto: Archiv DKA/kfbö/Wallensteiner


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