Die Spirale der Gewalt durchbrechen
Opfer von häuslicher Gewalt entwicklen in Frauengruppen Selbstbewusstsein und Strategien zur Konfliktlösung
Gregoria Lopez wurde in dem Glauben großgezogen, dass Gewalterfahrungen ein Teil der Ehe seien. Über viele Jahre hinweg war sie ihrem Mann ausgeliefert, litt nicht nur unter seinen Hieben, sondern auch unter dem psychischen Druck, den er auf sie ausübte. Immer wieder eskalierte die Situation, bis Gregoria Anschluss im Frauenzentrum in Paiwas fand. Dort hörte sie von Frauenselbsthilfegruppen, in denen das Thema innerfamiliäre Gewalt im Mittelpunkt stand.
In solche einer Gruppe wurde Gregoria zum ersten Mal über ihre Rechte informiert. Sie wurde ermutigt, offen über ihre Situation zu sprechen, sich mit anderen Opfern von häuslicher Gewalt auszutauschen und Gegenstrategien zu entwickeln. Gregoria lernte, ihre Meinung klar auszudrücken und Stellung zu beziehen. „Durch die Arbeit mit dem Frauenzentrum habe ich gelernt, dass ich eine Frau mit Wert bin und mir dessen bewusst zu sein", betonte Gregoria. Sie zeigt nun Selbstbewusstsein, lässt ihren Mann spüren, dass sie nicht mehr länger allein seiner Gewalt gegenüber ausgeliefert sei, sondern Rückendeckung durch die Frauengruppe habe.
Häusliche Gewalt wird durch die Arbeit der Frauengruppe in der Gemeinde nicht länger als Privatsache betrachtet, sonder wird bewusst nach Außen getragen. Die Gruppe bietet geschulte Fachkräfte an, die in die Familien kommen, die Frauen zur Polizei begleiten, wenn sie Anzeige erstatten und ihnen bei Prozessen vor Gericht beistehen. Die Männer erkennen, dass sie nicht mehr so leichtes Spiel mit den Frauen haben wie bisher. Die Gewalt in den Familien geht zurück.
Gregoria hat mit Unterstützung des Frauenzentrums in Paiwas ihr Leben selbst in die Hand genommen. Sie leitet ein Zentrum für Geburtsvorbereitung, arbeitet mit alternativen Heilmethoden und engagiert sich in vielen Organisationen.
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