Tuesday 20. August 2019

weltkirche.tagung bringt fruchtbare Impulse für kfbö

 

[Wels, 19.-20. Juli 2019, PA] Von 19. bis 20. Juli fand im Bildungshaus Schloss Puchberg die von der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission, von MIVA und von den Ordensgemeinschaften Österreichs organisierte weltkirche.tagung statt. Frauen der Katholischen Frauenbewegung Österreichs nahmen teil und zogen Bilanz. Die Verantwortung für die Schöpfung, die Mitmenschen und die sakramentale Versorgung der Kirchenmitglieder ist nur gemeinsam zu tragen.

 

 

Im Rahmen der weltkirche.tagung sprachen drei Kenner*innen des Amazonasgebietes über die Vorbereitungsarbeiten, die Hoffnungen und Erwartungen an die im Oktober stattfindende Amazonien-Synode und die zur Debatte stehenden Themen.

Sr. Aline Silva dos Santos, Sr. Birgit Weiler und P. Franz Weber betonten in ihren Referaten vor allem drei Dimensionen: das spezifische Ökosystem des Amazonasgebietes von dem die ganze Welt abhängig ist, die besondere Rolle und Bedeutung der Indigen für eine Zukunft der Region sowie der Notwendigkeit neuer Leitungsmodelle für Kirchengemeinden zu entwickeln.

Sr. Birgit Weiler hob hervor, dass die Wissenschaft die Konsequenzen nicht abschätzen kann, sollte das Ökosystem des Amazonassystems kippen. Fatal sei jedoch, dass, wenn das System einmal gekippt sei, es nie wieder aufzubauen sei, so Sr. Birgit. Die kfbö sieht in dieser Not einen globalen Handlungsbedarf. „Die Rettung des Amazonasgebietes geht uns alle an“ so kfbö-Generalsekretärin Regina Augustin, „denn es wird unser aller Überleben sichern. Der jahrzehntelange engagierte Einsatz für den fairen Handel und die Zusammenarbeit mit Weltläden lohnt sich, insbesondere wenn dadurch auch das Konsumverhalten insgesamt verändert werden kann.“

Die Bedeutung der Indigenen hob Sr. Alina Silva dos Santos hervor, sie seien das Antlitz des Amazonasgebietes. Die Indigen bedürfen des Schutzes, da seit vielen Jahren ihre traditionellen Gebiete und damit auch ihre lebensnotwendigen Ressourcen ausgebeutet und vernichtet werden. Die Kirche kann zu einem Umdenken beitragen indem sie deutlich macht, dass alle Brüder und Schwestern seien. Die Globalisierung hat gezeigt, dass die Welt ein Dorf ist, die kfbö fordert daher auf, sich ernsthaft mit der „Nachtbarschaft“ auseinander zu setzen und sich gegen zerstörerische und ausbeuterische Wirtschafts- und Regierungssysteme zu stellen.

P. Franz Weber verwies in seinem Beitrag darauf, dass ca. 2/3 der Kirchengemeinden im Amazonasgebiet von Frauen bzw. Frauengruppen geleitet werden. Die sonntägliche Eucharistiefeier erleben viele Menschen in der Region nur einmal im Jahr. Die Entfernungen und das Gebiet seien zu groß. Im Arbeitsdokument für die Synode wird betont, dass es von großer Bedeutung ist, über neue Leitungsmodelle von Gemeinden nachzudenken sowie auf die Rolle der Frau zu reflektieren. „Der Ausschluss von Frauen von den Weiheämtern stellt eine tiefe Wunde am Leib Christi dar.“, so P. Franz Weber.

In Österreich ist die Situation längst nicht so prekär wie im Amazonasgebiet und doch machen viele die Erfahrung, dass die Eucharistiefeier am Sonntag nur mehr möglich ist, wenn man ein Auto besitzt. Dass Frauen Kirchengemeinden leiten ist ebenso zu einer Realität geworden. Die offizielle Anerkennung steht jedoch noch aus. Die kfbö regt an, in der Hoffnung auf den Heiligen Geist die Diskussion über Leitungsmodelle und die Ämter in der Kirche unabhängig vom Geschlecht offen zu führen und sich den Ängsten und Sorgen, die bisher die Diskussionen behinderten, zu stellen.

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

Pressephotos der Vorsitzenden

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