Priesterweihe: öffnen für Gottes Wirken
Katholische Frauenbewegung Österreichs für Reform der Zulassungsbedingungen zu kirchlichen Weiheämtern
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) tritt für eine Öffnung und Weiterentwicklung der Zulassungsbestimmungen zu kirchlichen Weiheämtern ein. Am Fest Peter und Paul, 29. Juni, dem traditionellen Tag für Priesterweihen in der katholischen Kirche, appelliert die kfbö an die Kirchenleitung, nicht ängstlich an Traditionen und Vorschriften festzuhalten, sondern mehr dem Wirken des heiligen Geistes zu vertrauen. Im Glauben an eine sich ständig erneuernde Kirche sollen Frauen und Männer, Klerus und Laien „hören, was der Geist den Gemeinden sagt“, so wie es in der Geheimen Offenbarung des Johannes (2,7) geschrieben steht.
Nach Ansicht der Katholischen Frauenbewegung Österreichs bedeutet dies auch, Berufungen von Frauen zu Weiheämtern ernstzunehmen, die Frage der Zulassung zum Weiheamt offensiv zu erörtern sowie Wissenschaft und Dialog darüber zu fördern..
„Wir bitten zwar um 'Arbeiter für den Weingarten‘ verwehren jedoch gleichzeitig vielen Arbeitswilligen den Zugang. Ich bin davon überzeugt, dass der Geist Gottes nicht in so enge Bahnen gelenkt werden kann, sondern ‚weht, wo er will‘, neue Wege erschließt und Überraschungen liebt“, erklärt Margit Hauft, Vorsitzende der kfbö.