„In der katholischen Frauenbewegung wird mein Glaube konkret.“

Die Katholische Frauenbewegung Österreich wählt Lucia Greiner zu ihrer Vorsitzenden

(Wien, 17.10.2026) Die Katholische Frauenbewegung Österreich hat eine neue Vorsitzende: Die Delegierten der Vollversammlung wählten am 16. Oktober 2026 in Linz die Theologin Lucia Greiner an die Spitze der größten Frauenorganisation des Landes. In Fortführung der Arbeit ihrer Vorgängerin wird die neue Vorsitzende gemeinsam dem Vorstand, den diözesanen kfb-Gliederungen und den Mitarbeiter:innen die Stimme von Frauen in Kirche und Gesellschaft kraftvoll und konstruktiv einbringen. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Gertraud Ladner aus Tirol gewählt.

Stärken, was Frauen in Leben und Glauben fördert

Lucia Greiner ist seit 1992 mit der Katholischen Frauenbewegung verbunden, angefangen mit der Aktion Familienfasttag über die Mitarbeit in der Katholischen Frauenbewegung der Erzdiözese Salzburg bis zur Mitwirkung in der kfb-Gruppe an ihrem Wohnort. „Die Katholische Frauenbewegung ist für mich ein Ort, wo mein Glaube konkret wird“, erklärt Greiner ihren persönlichen Zugang zu der Frauenorganisation. Ihr besonderer Wert ist, dass sie mit der Vielfalt an Spiritualitäten und mit innerkirchlichen Spannungen gut umgehen kann. „Wir wollen nicht Polarisierungen bewirtschaften, sondern stärken, was Frauen in Leben und Glauben fördert. Dies betrifft soziale, Geschlechter- und Umweltfragen genauso wie die Themen Frieden und Gerechtigkeit“, beschreibt Greiner die Linie, die sie als Vorsitzende der kfbö in Kirche und Gesellschaft vertreten wird. Nach innen wirkend soll die gute Zusammenarbeit mit den katholischen Frauenbewegungen in den Diözesen fortgesetzt werden, deren Arbeit seitens der Bundesorganisation unterstützt wird.

Lucia Greiner, Jahrgang 1965, wuchs auf einem Bauernhof in Oberösterreich auf. Sie war nach ihrem vielfältigen beruflichen Weg von der Katholischen Hochschulgemeinde über das Afro-Asiatische Institut mit einem langen Aufenthalt in Bolivien und Brasilien, von der Leitung eines Eltern-Kind-Zentrums bis zur Studienleitung im Bildungszentrum St. Virgil zuletzt Leiterin des Seelsorgeamts der Erzdiözese Salzburg. Diese Funktion beendete sie im Juli 2026. Ab November wird sie neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit bei der kfbö hauptamtlich als Pastoralassistentin im Tennengau arbeiten.

Die neue stellvertretende Vorsitzende, Gertraud Ladner, legt einen Schwerpunkt auf die Vernetzung und Zusammenarbeit der kfbö mit anderen Frauenorganisationen und -initiativen österreichweit und im globalen Süden. Besonders wichtig ist ihr dabei ein Bewusstsein für das Ineinander der Bereiche Kirche und Gesellschaft. Hier ist die kfbö eingebunden in die weltweiten Bemühungen katholischer Frauenbewegungen. „Mir ist es ein Anliegen, dass wir Räume eröffnen, in denen Frauen miteinander die Welt deuten und einander bestärkend das Leben bewältigen“, ermutigt Ladner und bekräftigt: „Legen wir den Fokus auf das, was Frauen miteinander schaffen und schaffen können, lokal und global.“

Tiefer Dank an die scheidenden Vorsitzenden

Ihren scheidenden Vorsitzenden, Angelika Ritter-Grepl, Anni Raab und Lydia Lieskonig, spricht die Vollversammlung der Katholischen Frauenbewegung ihren tiefen Dank für ihr Engagement in den vergangenen Jahren aus. Ihr Einsatz für Frauen und Geschlechtergerechtigkeit, gegen Diskriminierung in Gesellschaft und Kirche hat wichtige Weichen für die Zukunft gelegt. Eine offizielle feierliche Übergabe findet am 6. November 2026 im Bildungshaus Schloss Puchberg statt.

Foto 1: v.l.n.r. Gertraud Ladner, Lucia Greiner (c)kfboe
Foto 2: v.l.n.r. Anna Raab, Angelika Ritter-Grepl, Michaela Luckman, Getraud Ladner, Lucia Greiner, Lydia Lieskonig (c)kfboe

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