Solidarität ist ein wichtiger Kitt im menschlichen Zusammenleben. Sie kann und muss immer wieder neu erzeugt werden. Das gilt auch für die Aktion Familienfasttag. Die Zeiten, in denen es genügte, nach dem Aktionssonntag Suppe an die Kirchgänger*innen zu verteilen, sind vorbei. „Heute muss man Anders-Orte finden“, ist
Barbara Laller, kfb-Vorsitzende der kfb-Mitarbeiterinnenrunde Bad Radkersburg überzeugt. Sie fand diesen anderen Ort am Bauernmarkt in Bad Radkersburg. Und dazu überraschende Mitarbeiter, nämlich den „Club der Hobbyköche Bad Radkersburg“.
Die „Hobbyköche“ müssen übrigens nicht gegendert werden, denn sie bestehen nur aus Männern. Leidenschaftliche und ausgezeichnete Hobbyköche, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Kochen und Essen treffen. Inzwischen sind sie wertvolle Mitstreiter für die Aktion Familienfasttag in Bad Radkersburg geworden.
„Die Idee ist bei einem evangelischen Pfarrfest entstanden“, erzählt Barbara Laller. Bei einem Glas Wein, wie es sich für ein geselliges Zusammensein in der Südoststeiermark gehört. Die Hobbyköche haben es sich zur Aufgabe gemacht, einmal pro Jahr für einen caritativen Zweck zu kochen. Warum also nicht für die Aktion Familienfasttag? Und so trafen sich die Hobbyköche am Vorabend der Aktion und kochten zehn Liter, bestehend aus drei verschiedenen Suppen, und füllten sie Gläser.
Verkauft wurden die Suppen to go hauptsächlich am örtlichen Bauernmarkt. Die Aktion schlug sofort ein. „Inzwischen gibt es eine Reihe von Leuten“, erzählt Barbara Laller, „die warten schon darauf. Es wird sogar auf Vorrat eingekauft und eingefroren.“
Der Vorteil des Bauernmarkts, findet Barbara Laller, bestehe darin, dass es möglich ist, die Aktion Familienfasttag auch bei neuen Zielgruppen bekanntzumachen. „Das ist immer wieder ein interessanter und spannender Nachmittag für uns.“
Im kommenden Jahr wird es allerdings keinen Bauernmarkt geben. Das findet Barbara Laller schade. Aber entmutigen lässt sich die kfb-Mitarbeiterinnenrunde Bad Radkersburg dadurch nicht. Sie ist schon im Gespräch mit einem Einkaufszentrum. „Und es gibt weitere Ideen für Anders-Orte“, sagt Barbara Laller. Und die Hobbyköche?