„Sie haben mir alles genommen, außer meiner Stimme.“
Frauen in Konfliktzonen und die Kraft des Weitermachens.
In Kolumbien und El Salvador erleben Frauen, was kein Mensch erleben sollte. teilen.at steht an ihrer Seite, weil Solidarität keine Grenzen kennt.
Jeden 19. Juni erinnert die Weltgemeinschaft daran, was sie längst weiß: dass sexuelle Gewalt in Konflikten kein Zufall ist. Sie wird eingesetzt, um Frauen zu brechen, Gemeinschaften zu zerstören, Widerstand zu lähmen. Sie ist eine Waffe und sie ist ein Verbrechen.
Was weniger sichtbar ist: Was danach kommt. Wie Frauen weiterleben. Was sie brauchen, um nicht nur zu überleben, sondern wieder Boden unter den Füßen zu spüren. Was Gemeinschaften leisten, wenn der Staat versagt. Genau hier setzt die Arbeit unserer Projektpartnerinnen an und genau hier wirken eure Spenden.
Kolumbien: Wenn der Krieg endet, beginnt die eigentliche Arbeit
Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg sind in Kolumbien formale Friedensverträge geschlossen worden. Aber Frieden ist mehr als das Schweigen der Waffen. Viele Frauen, die im Konflikt sexuelle Gewalt erlebt haben, leben in Regionen, in denen staatliche Strukturen kaum präsent sind. Unsere PartnerInnenorganisation begleitet sie: in Gruppen, in denen Frauen gemeinsam sprechen, trauern und planen können. In Workshops, die wirtschaftliche Selbstständigkeit ermöglichen. In juristischer Begleitung, die Täter benennt und Gerechtigkeit einfordert.
Rückkehr bedeutet oft: neu mit Stigma umgehen, neu in einer Gemeinschaft ankommen, neu einen Platz finden. Das braucht Zeit, Begleitung und Ressourcen.
Besonders wichtig: die medizinische und psychosoziale Erstversorgung in den ersten Wochen und Monaten nach erlebter Gewalt. Ohne sie bleibt das Trauma unbehandelt und werden Frauen dauerhaft aus ihren Gemeinschaften ausgegrenzt.
El Salvador: Wenn Armut und Gewalt sich verstärken
In El Salvador verbinden sich strukturelle Armut, Gangkriminalität und häusliche Gewalt zu einem System, das Frauen besonders trifft. Sexuelle Gewalt ist hier nicht nur Kriegswaffe, sie ist auch Mittel der sozialen Kontrolle in tief patriarchal geprägten Strukturen. Unsere PartnerInnenorganisation arbeitet mit Jugendlichen und Frauen: präventiv in Schulen, begleitend in Beratungsstellen, stärkend in Gruppen, die Frauen wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglichen.
Was Eure Unterstützung bewirkt
teilen.at fördert keine anonymen Projekte. Wir kennen unsere Partnerinnen. Wir berichten darüber, ehrlich, konkret, ohne Hochglanzversprechen.
Solidarität ist keine Geste. Sie ist ein Handwerk, gelernt, geübt, weitergegeben.
Jetzt spenden und konkrete Hilfe ermöglichen: www.teilen.at