Der Muttertag ist ein Tag, an dem wir nicht nur an unsere eigenen Mütter denken, sondern auch an all die Frauen, die sich weltweit jeden Tag für das Wohl von Müttern und Kindern einsetzen: den Geburtshelferinnen. Heute möchten wir Ihnen von der Arbeit der traditionellen Geburtshelferinnen, wie Tita Londia, aus den Philippinen erzählen, die uns zeigt was entstehen kann, wenn traditionelles Wissen und moderne Medizin Hand in Hand arbeiten.
Unsichtbare Heldinnen: Die traditionellen Geburtshelferinnen von Kapalong
In den abgelegenen Gemeinden von Kapalong (Philippinen), wo der Zugang zu medizinischer Versorgung oft eine Frage des Geldes oder der Überwindung stundenlanger Wege ist, sind es die traditionellen Geburtshelferinnen, die seit Generationen schwangere Frauen begleiten. Doch lange Zeit wurde ihre Rolle im lokalen Gesundheitssystem kaum Beachtung geschenkt – bis die lokale KFB Partnerinnenorganisation KAABAY die Zusammenarbeit suchte.
Durch Schulungen zu Mutter-Kind-Gesundheit, reproduktiven Rechten und Ernährung wurden die traditionellen Geburtshelferinnen nicht nur in ihrem Wissen gestärkt, sondern auch in ihrer Rolle als Brückenbauerinnen zwischen den mehrheitlich indigenen Gemeinden und den Gesundheitszentren. Heute unterstützen Sie das Mutter-Kind Gesundheitsprogramm von KAABAY indem sie schwangere Frauen über Müttergesundheit & Schwangerschaftsrisiken aufklären und ihnen den Weg zu medizinischen Vorsorgeuntersuchungen in den Gesundheitszentren erleichtern. So sorgen sie dafür, dass keine Mutter mehr aus Angst vor Kosten oder weiten Wegen auf womöglich lebenswichtige Hilfe verzichten muss.
Tita Londia: Vier Stunden auf dem Bambusfloß für eine Mutter
Tita Londia, eine der traditionellen Geburtshelferinnen, bildete sich in den Schulungen weiter und schätzt den Austausch mit den medizinischen Fachkräften. Sie weiß: Jede Mutter hat das Recht auf sichere Geburtshilfe. Durch das Projekt hat sie gelernt, wie wichtig diese Untersuchungen sind – und wie sie selbst dazu beitragen kann, dass Mütter und Kinder gesund bleiben. Wenn notwendig begleitet sie daher schwangere Frauen unter anderem auf einer vierstündigen Fahrt mit dem Bambusfloß zum nächsten Gesundheitszentrum und sorgt für ihre Sicherheit.
Gemeinsam für eine gesündere Zukunft
Das Projekt hat nicht nur das Vertrauen zwischen traditionellen Geburtshelferinnen und medizinischem Personal gestärkt, sondern auch praktische Lösungen geschaffen: Schwangere Frauen lernen, eigene Gemüsegärten anzulegen um für eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu sorgen und erhalten Wissen über pflanzliche Heilmittel für die Zeit der Schwangerschaft und darüber hinaus. Die Geburtshelferinnen fordern zudem bei der lokalen Regierung Unterstützung ein – von Medikamenten bis hin zu Transportmöglichkeiten.
Ihre Unterstützung macht den Unterschied
An diesem Muttertag möchten wir Sie einladen, an die Geburtshelferinnen und all die Frauen zu denken, denen so die notwendige medizinische Versorgung ermöglicht wurde. Mit Ihrer Unterstützung können wir Projekte wie dieses finanzieren – Projekte, die Müttern und Kindern eine gesündere, sichere Zukunft schenken, auch in den abgelegensten Gebieten. Spenden Sie jetzt.