Es ist passiert.
Die UN-Generalversammlung hat gestern die Resolution zum Klimaschutz angenommen. Was Papst Franziskus 2015 in Laudato si‘ als moralische Pflicht formuliert hat, was der Internationale Gerichtshof 2025 zum Völkerrecht erklärt hat, das hat jetzt auch eine politische Mehrheit.
Die Welt hat gehandelt. Hoffentlich mit Österreich.
Das ist ein Sieg. Für Vanuatu, das sonst im Meer versinkt. Für die Frauen in Tansania, die immer weitere Wege zum Brunnen zurücklegen. Für die indigenen Frauen in Kolumbien, die ihr Land gegen Konzerne verteidigen. Für die Familien in Bangladesch, die die nächste Flut nicht aufhalten können.
Und es ist ein Sieg, an dem ihr mitgewirkt habt. Durch unsere Briefe an Kardinalstaatssekretär Parolin und Außenministerin Meinl-Reisinger. Durch die WUCWO-Vertretung bei der UNO. Durch jede Spende, die unsere Projektarbeit trägt.
Aber ein Ja in New York trocknet noch keinen Brunnen. Das tun wir. Gemeinsam.
Nepal: klimaangepasste Landwirtschaft sichert die Ernährung ganzer Dörfer. Tansania: Wasserversorgungssysteme für Dürregebiete entstehen. Kolumbien: Frauen verteidigen ihre Lebensräume. Diese Arbeit braucht Kontinuität, heute mehr denn je.
Die kfbö steht seit Jahrzehnten an ihrer Seite. Steh auch Sie an ihrer Seite.
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Am 20. Mai hat die UN-Generalversammlung darüber abgestimmt, ob Klimaschutz künftig als völkerrechtliche Pflicht gilt. Die Katholische Frauenbewegung Österreichs hat ein klares JA Österreichs zur Resolution gefordert! Denn Klimagerechtigkeit ist Schöpfungsverantwortung.
Klimaschutz als Menschenrechtsfrage
In ihrer Generalversammlung haben die Vereinten Nationen mit klarem JA eine Resolution verabschiedet, die Klimaschutz als völkerrechtliche Pflicht stärkt. Das könnte Folgen haben: politisch, juristisch und moralisch. Ausgangspunkt ist ein historisches Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) aus dem Vorjahr. Darin hält das höchste Gericht der Welt fest: Klimaschutz ist keine freiwillige politische Maßnahme, sondern eine völkerrechtliche Pflicht. Staaten sind verpflichtet, Menschen vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. Damit könnten Staaten, die zu wenig tun, künftig rechtlich zur Verantwortung gezogen werden.
Schöpfungsverantwortung erfordert Handeln
Brisant ist die Debatte auch durch kirchliche Unterstützung. Der Vatikan beteiligte sich bereits im Vorjahr am Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof und verwies dabei auf die Umwelt-Enzykliken „Laudato si’“ und „Laudate Deum“ von Papst Franziskus. Aus Sicht der kfb ist das mehr als Symbolpolitik. Schöpfungsverantwortung ist weit mehr als fromme Formel, sondern politische Verpflichtung.
„Die Kirche hat in diesem historischen Verfahren bereits Farbe bekannt: Laudato si’ ist völkerrechtliches Referenzdokument geworden. Jetzt muss die Kirche auch auf der politischen Bühne handeln, indem sie – durch die Aktivierung ihrer weltweiten Netzwerke – die Resolution unterstützt. Schöpfungsverantwortung bedeutet nicht reden, sondern tun.“
Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der kfbö
Dazu hat die kfbö Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin kontaktiert und um Unterstützung gebeten. Und auch Bundesaußenministerin Beate Meinl-Reisinger hat die kfb zu einem klaren JA bei der UN-Abstimmung aufgefordert. Unterstützung erhält die Initiative ebenso von der Weltunion katholischer Frauenorganisationen (WUCWO), die katholische Frauenverbände weltweit vernetzt und deren Anliegen in internationale kirchliche und politische Prozesse einbringt. Gemeinsam mit der kfbö setzte sich WUCWO dafür ein, dass katholische Netzwerke weltweit ihre Regierungen zur Zustimmung zur Resolution bewegten. Denn Klimagerechtigkeit ist mehr als Umweltpolitik – sie ist eine Frage von Menschenrechten, Frieden und globaler Verantwortung.
„Klimawandel ist eine Frage der Gerechtigkeit, denn Menschen sind unterschiedlich betroffen und haben ungleich verteilte ökonomische Möglichkeiten, ihn zu bewältigen. Doch Gerechtigkeit ist eine Vorbedingung für Frieden. Das weiß die Kirche seit Jahrhunderten. Jetzt muss die Politik endlich handeln.“
Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der kfbö
Mit der Aktion Familienfasttag unterstützt die kfbö jährlich mehr als 70 Projekte im Globalen Süden. Frauen in Nepal sichern durch klimaangepasste Landwirtschaft die Ernährung ganzer Dörfer. Die kfb unterstützt sie mit dem Social Work Institute, das Schulungen für klimaresiliente Anbaumethoden anbietet. In Tansania bauen die Grail Sisters Wasserversorgungssysteme für Dürregebiete. In Kolumbien unterstützt das kfb-Projekt Sercoldes Frauen, dabei ihre Lebensräume vor Landraub zu verteidigen. Die Frauen in diesen Projekten sind nicht bloß Betroffene der Krise. Sie sind Organisatorinnen, Friedensstifterinnen und Trägerinnen von Wissen und Veränderung.