Wednesday 17. July 2019

Globalisierung erfordert Widerstand der Frauen

Deutsche Soziologin Christa Wichterich ermuntert Frauen zu mehr Gesellschafts- und Systemkritik – Katholische Frauenbewegung Österreichs schult entwicklungspolitische Multiplikatorinnen zum Thema "Frauengerechte Globalisierung"

 

Globalisierung kann nur dann frauengerecht werden, wenn sich die Frauen trauen, ökonomische Machtstrukturen anzugreifen und Widerstand zu leisten. Dies betonte die deutsche Soziologin und Publizistin Christa Wichterich am Samstag, 5.November, in Wien. Bei einer entwicklungspolitischen Fortbildungsveranstaltung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs ermunterte sie die Teilnehmerinnen zur konkreten Gesellschafts- und Systemkritik. Denn heute genüge es nicht mehr, nur gleiche Rechte für Frauen zu fordern. Vielmehr sei es notwendig, überhaupt für die Erhaltung sozialer Rechte und gegen die Deregulierung des Marktes einzutreten. Wichterich plädierte für einen neuen Gesellschaftsvertrag, der auf globalen BürgerInnenrechten und nicht auf Marktlogik basiert. Es gelte, soziale Reproduktion, wie Haushalt und Erziehungspflichten, als integralen Bestandteil der Ökonomie und eine Umverteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern durchzusetzen. Sorgearbeit, wie z. B. Kinderbetreuung und Pflege, müsse als wertschöpfend und produktiv anerkannt werden.

Christa Wichterich propagierte eine "Globalisierung von unten". Diese erfordere Widerstand durch lokale Protestaktionen und eine Beeinflussung der Politik auf nationaler und internationaler Ebene. Die Expertin für Entwicklungszusammenarbeit appellierte an die Frauen, über ihr tägliches Handeln und Wirtschaften nachzudenken und selbst Alternativen zu entwickeln.

 

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs schult alljährlich im Rahmen eines dreitägigen Seminars Frauen aus allen Diözesen für die entwicklungspolitische Bildungs- und Informationsarbeit. Sie wird im kommenden Jahr dem Thema "Frauengerechte Globalisierung" gewidmet sein. Mehr als 50 Frauen aus ganz Österreich nahmen an dem diesjährigen Seminar mit Christa Wichterich teil.

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

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