Tuesday 22. October 2019

Blumenproduktion braucht menschenwürdige Arbeitsbedingungen

06.02.2006
Katholische Frauenbewegung Österreichs ruft zur Solidarität mit BlumenarbeiterInnen auf und unterstützt Selbsthilfeprogramm in Kolumbien
Für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und gerechten Lohn für BlumenarbeiterInnen setzt sich die Katholische Frauenbewegung Österreichs ein. Sie appelliert an die KonsumentInnen nach Blumen zu fragen, die ein Gütesiegel für gerecht gehandelte Ware tragen. Denn der Blumenanbau ist vor allem in den armen Ländern des Südens oft ein lukratives Geschäft auf Kosten der BlumenarbeiterInnen und der Umwelt.

Die Katholische Frauenbewegung unterstützt deshalb eine Kampagne der kolumbianischen Corporación Cactus. Diese Interessensvertretung der BlumenarbeiterInnen will weltweit KonsumentInnen auf die menschenunwürdigen Bedingungen bei der Blumenproduktion aufmerksam machen. Sie hat deshalb den 14.Februar, den Festtag des heiligen Valentin, zum "Tag der BlumenarbeiterInnen" proklamiert. An diesem Tag sollen nicht nur Blumen geschenkt, sondern auch die Leistungen der ProduzentInnen gewürdigt und deren schlechte Arbeitsbedingungen angeprangert werden. Als Zeichen der Solidarität mit den BlumenarbeiterInnen und Ausdruck der Unterstützung ihrer Forderungen werden Buttons getragen und verteilt.

kfbö informiert
In Österreich bieten derzeit spezielle geschulte Multiplikatorinnen im Rahmen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit der Katholischen Frauenbewegung Informationsveranstaltungen an. Sie berichten über die tristen Arbeitsbedingungen auf den Blumenplantagen in Kolumbien und über Projekte zur Verbesserung der Situation an. Die Referentinnen können über die diözesanen kfb-Büros oder direkt bei der Katholischen Frauenbewegung Österreich, Spiegelgasse 3, 1010 Wien, Tel.: 01/ 51552 DW 3697, E-Mail: office@kfb.at  angefragt werden. Bei der kommenden Aktion Familienfasttag der kfbö wird in der vorösterlichen Fastenzeit auch um Spenden zur Unterstützung der Arbeit von Corporación Cactus gebeten.

Blumenpracht verdeckt  harte Arbeit
In Kolumbien, nach den Niederlanden der zweitgrößte Blumenproduzent der Welt, sind rund 85.000 ArbeiterInnen in ungesicherten Arbeitsverhältnissen für kargen Lohn in der Blumenproduktion für Europa und die USA beschäftigt. Sie setzen dabei ihre Gesundheit aufs Spiel, denn mit Chemikalien wird bei der Massenproduktion von Schnittblumen für Europa und die USA nicht gespart. Für Schutzkleidung wird hingegen weit weniger gern Geld ausgegeben. Wer sich bei der Gewerkschaft engagiert, wird gekündigt, kommt auf eine schwarze Liste und wird in keinem anderen Betrieb mehr eingestellt.

Die Corporación Cactus kämpft um bessere Arbeitsbedingungen für die BlumenarbeiterInnen und setzt sich für den Umweltschutz ein. Über Informationsprogramme in lokalen Radiosendern wird Aufklärungsarbeit betrieben. Die Betroffenen kommen zu Wort und können ihre Probleme ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Cactus organisiert auch in Zusammenarbeit mit Pfarren, Kulturzentren und sozialen Vereinen Treffen von BlumenarbeiterInnen, in deren Rahmen sie sich austauschen können und Weiterbildung erlangen.

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

Pressephotos der Vorsitzenden

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Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

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Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

 

 

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1010 Wien, Spiegelgasse 3/2/7, Tel: +43(0)1 / 51 552-3697, E-Mail: teilen@kfb.at
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