Monday 17. June 2019

Globalisierung erfordert Einmischung der BürgerInnen

Prof.in Dr.in h.c. Christa Randzio-Plath referierte beim Fortbildungsseminar für entwicklungspolitische Multiplikatorinnen der kfbö über die aktuelle Bedeutung von Anwaltschaft

Anwaltschaft ist nach Ansicht von Prof.in Dr.in h.c. Christa Randzio-Plath ein Gebot der Stunde. Denn niemals zuvor waren die Menschen so sehr aufeinander angewiesen wie heute in einer globalisierten Welt. Mehr denn je seien die  BürgerInnen gefordert, solidarisch und selbstbestimmt für eine andere Gestaltbarkeit der Gesellschaft einzutreten und Lobbyarbeit für die Umsetzung der Menschenrechte zu leisten.  Der Zustand dieser Welt erlaube es nicht, dass nur Regierungen und Parlamente handeln.


Bei der Schulung der entwicklungspolitischen Referentinnen der Katholischen Frauenbewegung Österreichs in Linz betonte Randzio-Plath die wichtige Rolle von Frauen, die in der Gesellschaft die Mehrheit der Wählerschaft bilden. Im Engagement gegen Gewalt, Armut und Ausbeutung müssten sich Frauen gegenseitig stärken.

Die stellvertretende Vorsitzende des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen warnte jedoch vor Bevormundung. Anwaltschaft für benachteiligte Menschen bedeute diese zu unterstützen, jedoch nicht deren Handeln zu dominieren. Die Bedürfnisse der Betroffenen seien zu respektieren und eigene Vorstellungen zurückzustellen, so berechtigt sie auch seien mögen. "Die Zusammenarbeit darf keine Stellvertreterpolitik und Entmündigung der Betroffenen sein, sondern muss dazu führen, dass die Betroffenen politische Subjekte werden, die ihre Forderungen selbst artikulieren", sagte Prof.in Dr.in h.c. Christa Randzio-Plath.

 

Den Blick auf die Situation der Frauen in Kolumbien lieferte Jackeline Rojas Castañeda, die rechtliche Vertreterin und zugleich Mitglied des Direktionsteams der Organización Femenina Popular (OFP) ist. Die OFP ist seit 20 Jahren Projektpartnerin der kfb und mittlerweile eine der wichtigsten Frauenorganisationen des Landes. Die OFP arbeitet zurzeit an der Förderung und Organisation von Frauen und ihren Familien, an einem Programm mit vertriebenen Frauen und Familien und Opfern von Gewalt, an einem Programm für jugendliche Vertriebene und Opfer von Gewalt sowie an Arbeitsprogrammen für Jugendliche.

 

Nach den Vorträgen wurde die Auseinadersetzung mit dem Thema in verschiedenen Workshops fortgesetzt. So wurden die Modellprojekte der kommenden Aktion in je einem Workshop vorgestellt und bearbeitet. Im Vorderrund standen dabei die anwaltschaftlichen Aktivitäten der Frauen vor Ort und unseren Möglichkeiten hier in Österreich, fernab der finanziellen Frage unterstützend wirken zu können.

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

Pressephotos der Vorsitzenden

zum Download

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